-  Jahrhundertkind  -


Wie kann Aufarbeitung gelingen?

Das DIH arbeitet daran, eine Internetplattform zu errichten, auf der die Heimerziehung des vergangenen Jahrunderts umfangreich dokumentiert ist. Unser Ziel ist es, das vieles von dem Wissen, was man benötigt, um heute eine menschenwürdige Heimerziehung zu organisieren, über unserer Homepage erreichbar ist. Dazu zählen nicht allein wissenschaftliche (rechtlichen, pädagogische, therapeutische) Informationen, sondern vor allem Berichte von Zeitzeugen. Die Zeitzeugenberichte bilden den Kern unserer Plattform, denn nur die Informationen der Betroffenen sind Informationen aus erster Hand. Nur sie können Zeugnis davon ablegen, wie es wirklich gewesen ist. Wir wollen aber nicht allein ehemalige Heimkinder ansprechen, sondern auch Erzieherinnen und Erzieher und auch anderen Personen, die über die Heimerziehung des letzten Jahrhunderts selbst erlebte Erfahrungen mitteilen können. Wir möchten mit Ihnen Biographien, Bilder und kleine Filme anfertigen, die für die Heimerziehung der Vergangenheit wichtig sind und die wir deshalb auf unsere Homepage stellen wollen.


Uns kommt es aber nicht allein auf die Vergangenheit an.

  1. Wir möchten, dass alle, die sich beteiligen, dengleichen Respekt erhalten und mit Würde, Anstand und Achtung berhandelt werden. Wir müssen lernen, dass es sehr viele verschiedene Erfahrungen - gute wie schlechte - gibt und niemand darf entscheiden, was die Wahrheit ist. Niemand darf andere dafür beleidigen, weil sie eine andere Meinung oder eine andere Sicht der Dinge vertreten.
  2. Wir möchten mithelfen, dass den Kindern, die heute nicht bei Ihren Eltern sein können, ein gute Kindheit erleben können. Die Fehler der Vergangenheit dürfen nicht noch einmal gemacht werden. Die Erfahrungen der Zeitzeugen sollen in den Lehrplan der Pädagogenausbildung einfließen.
  3. Und wir möchten schließlich wissen, wie die Aufarbeitung der Heimschicksale gelingen kann.

Deshalb bitten wir sie um ihre Mithilfe und Beteiligung. Bitte füllen Sie zunächst diesen Fragebogen aus. Alle Informationen werden absolut vertraulich behandelt. Wenn Sie es möchten, bleibt alles anonym. Sie können auch nur einen Teil ausfüllen (nur die E-Mail-Adresse muss eingetragen werden, damit der Fragebogen an uns verschickt wird.) Wenn Sie uns für weitere Frage zur Verfügung stehen, würden wir sie anrufen, wenn sie das möchten und wenn Sie uns ihre Telefonummer hinterlassen. Sie können den Fragebogen online ausfüllen oder ausdrucken und uns zuschicken an:


DIH- Deutsches Institut für Heimerziehungsforschung gGmbH

Evangelische Hochschule Berlin

Prof. Dr. Karsten Laudien

Postfach 37 02 55, 14132 Berlin

Wir bedanken uns sehr herzlich für Ihre Mitwirkung!


Name
Vorname
Anschrift
Telefon
Email *
Ich könnte mir vorstellen, als Zeitzeuge an diesem Projekt mitwirken.
Ich bin einverstanden, dass Sie mich telefonisch kontaktieren.
In welchem Heim haben Sie als Kind gelebt (wenn möglich, nennen Sie uns den Namen und die Adresse des Heimes oder der Heime)?
Was für ein Heim/eine Einrichtung war das?
Heim der Jugendhilfe
Caritas
Diakonie
AWO
Kirche
anderer Träger
Haben Sie sich an den Fonds-Heimerziehung mit der Bitte um Hilfe gewandt?
Haben Sie ein versucht, strafrechtliche Rehabilitierung zu erwirken (StrRehaG)?
Hat Ihnen der Aufarbeitungsprozess und der Fonds persönlich geholfen?
Haben Ihnen die Gespräche und die Betreuung der Anlauf- und Beratungsstellen geholfen?
Wäre es Ihnen lieber gewesen, Sie hätten Geld erhalten ohne weitere Gespräche?
Oder waren Sie auch unabhängig vom Geld an den Gesprächen interessiert.
Wie wichtig waren Ihnen persönlich die Gespräche und die Betreuung in den Anlaufstellen?
Wie gut haben die Mitarbeiter der Anlauf- und Beratungsstellen ihre damalige Situation verstanden?
Wie gut haben die Mitarbeiter Ihre heutige Situation verstanden?
Was müsste im weiteren Prozess der Aufarbeitung besser oder anders gemacht werden?